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Belastende Arbeitszeiten und niedrige Gehälter führen zum Fachkräftemangel in der Altenpflege. Gibt es alternative Arbeitsmodelle?

Deutschland wird immer älter! Die durch den medizinischen Fortschritt stetig steigende Lebenserwartung führt dazu, dass Menschen in ihren letzten Lebensjahren zunehmend auf Hilfe angewiesen sind. Bis zum Jahr 2025 wird sogar ein zusätzlicher Bedarf von etwa 80.000 Altenpfleger und Altenpflegerinnen in Vollzeit erwartet. Während in anderen Branchen dank des Fachkräftemangels die Gehälter boomten, schien sich das Gehalt für Altenpfleger /innen lange Zeit auf einem niedrigen Niveau einzupendeln. Die Corona-Krise hat aber auf den Fachkräftemangel Pflege mehr als deutlich aufmerksam gemacht und die Systemrelevanz dieser Berufsgruppe ins richtige Licht gerückt. Die Gehälter von Altenpflegekräften steigen aktuell deutlich an und alternative Arbeitsmodelle tragen zunehmend der hohen Arbeitsbelastung und Verantwortung Rechnung.

Zukunftsberuf Altenpfleger/in – gefragt wie nie zuvor

Die Altenpflege benötigt dringend ausgebildete examinierte Altenpfleger/innen, die mit Herz und Liebe die Pflege und Betreuung von Senioren übernehmen. Der Berufs ähnelt dabei stark dem Gesundheits- und Krankenpfleger. Zu den Tätigkeiten von Altenpfleger und Altenpflegerinnen gehören unter anderem die Beobachtung der Pflegebedürftigen, die Dokumentation und Auswertung des Pflegezustands und der Medikation sowie die Unterstützung eines Arztes bei einfachen medizinischen Maßnahmen. Die Pflege geht dabei über die rein körperliche Versorgung hinaus: Altenpfleger unterstützen ebenso bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten und bei der Teilhabe am sozialen Leben. Zudem fungieren sie als Bindeglied zwischen den Familien, Senioren und Ärzten und sind in Krisensituationen kompetenter Ansprechpartner.

Arbeit als Altenpflegerin – Tätigkeiten, die hilfsbedürftigen Senioren unterstützen:

  • Körperpflege
  • Anziehen
  • Essenszubereitung und Nahrungsaufnahme
  • Motivation zu aktiver Freizeitgestaltung
  • Begleitung bei Behördengengängen und Arztbesuchen
  • Verbandwechsel
  • Verabreichen von Medikamenten nach ärztlicher Verordnung
  • Organisations- und Verwaltungsaufgaben

Das Gehalt: Altenpfleger/innen dürfen in Zukunft mehr erwarten

Die Verdienstmöglichkeiten innerhalb der Altenpfleger-Branche variieren stark. Im Vergleich zur Krankenpflege liegen die Gehälter etwa 30 Prozent darunter. Zudem gibt es starke regionale Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern, öffentlich oder privater Trägerschaft sowie der Tätigkeit innerhalb des ambulanten oder stationären Diensts.

Im öffentlichen Dienst werden Altenpfleger/innen meist nach dem Tarifvertrag TVöD-P bezahlt. Dieser Tarifvertrag ist gültig für Altenpfleger, Rettungssanitäter und Rettungsassistenten. Das Einstiegsgehalt für Altenfachkräfte in der Entgeltgruppe P7 liegt bei Stufe 2 bei 2.830,56 Euro und erhöht sich mit Berufserfahrung in der Endstufe 6 auf maximal 3.539,56 Euro.

Übersicht Gehaltsstufen nach TVöD-P:

Stufe 2: 2.830,56 Euro
Stufe 3: 3.003,48 Euro
Stufe 4: 3.269,54 Euro
Stufe 5: 3.402,54 Euro
Stufe 6: 3.539,56 Euro

Der Verdienst eines Altenpflegers bei kirchlichen Trägern ist meist etwas niedriger angesiedelt. Die Fachpflegekräfte profitieren aber von diversen Zuschlägen für Schicht-, Nacht- und Sonntagsarbeit sowie Kinderzulagen. Examinierte Altenpfleger/innen erreichen bei einem Arbeitsvertrag bei einem kirchlichen Träger ein monatliches Gehalt abhängig von der Berufserfahrung zwischen 2.800 Euro und 3.300 Euro pro Monat.
Im Privatsektor der Altenpflege sind hingegen die Gehälter häufig am niedrigsten und siedeln sich zwischen 1.650 und 2.700 Euro an.

Ambulant oder stationär – Arbeitsplätze für Altenpfleger und Altenpflegerinnen

Personal in der Altenpflege arbeitet überall dort, wo ältere Menschen betreut werden und Unterstützung benötigen. Im stationären Bereich findet man die Altenpflegerin vornehmlich in Altenpflegeheimen oder Seniorenresidenzen, in Pflege- und Reha-Einrichtungen sowie in Krankenhäusern und Hospizen. Im ambulanten Bereich hat jede größere Stadt eigene Sozialstationen und der Bedarf an ambulanten Pflegediensten auch im privaten Sektor wächst ständig. Als Altenpfleger /in können Sie sich aber auch jederzeit selbstständig machen.

Auf der Suche nach dem perfekten Arbeitgeber: Wer benötigt Altenpfleger?

Ambulante Pflege
Ambulante Pflegedienste sind zumeist einem Wohlfahrtsverband angeschlossen wie beispielsweise Diakonie, Caritas, Arbeiterwohlfahrt, Rotes Kreuz und Paritätischer Wohlfahrtsverband oder unter privater Trägerschaft.

Stationäre Pflege
Es gibt sowohl Pflegeheime in privater als auch öffentlicher Trägerschaft. Auch die Wohlfahrtsverbände besitzen eigene Pflegeheimeinrichtungen.

Privathaushalte
Altenpfleger können auch direkt bei einer Familie angestellt sein und betreuen exklusiv eine Pflegeperson.

Krankenhaus und Reha-Einrichtungen

Die Situation des Arbeitsmarkts im Pflegebereich

Eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit vom Mai 2020 gibt einen Überblick über die Arbeitssituation im Pflegebereich. Nach wie vor ist der Beruf eine Frauendomäne mit starker Nutzung von Teilzeitarbeit. Vor allem bei den examinierten Altenpflegefachkräften besteht ein bundesweiter akuter Fachkräftemangel. Eine bedeutende Rolle spielt in der Ausbildung von Altenpflegekräften die geförderte berufliche Weiterbildung. Im Jahr 2018/2019 wurde jede vierte Ausbildung durch eine Förderung unterstützt.

Altenpflege Arbeitszeit: Stress pur für geringes Gehalt

Mehr als 500.000 Pflegekräfte in Deutschland versorgen rund 2,5 Millionen Pflegebedürftige – davon arbeiten mehr als zwei Drittel der Pflegekräfte im stationären Bereich und knapp ein Drittel in der ambulanten Pflege. Eine steigende Anzahl von Patienten, die Schichtarbeit und extrem hohe psychische und physische Anforderungen nicht zuletzt auch wegen der Corona-Pandemie sowie mangelnde Wertschätzung und ein geringes Gehalt verleihen dem Beruf Altenpfleger eine nicht allzu große Attraktivität. Auch die hohe Verantwortung im Pflegebereich, ist nicht zu unterschätzen.

Haftungsrecht Pflege: Altenpfleger/innen tragen viel Verantwortung

Die Pflege alter und schwerkranker Menschen ist ein sensibler Arbeitsbereich. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit oder auch des Unwissens kann großen Schaden an der Gesundheit des Pflegebedürftigen anrichten. Schnell stellt sich dabei die Frage, wer für den Schaden haftet. Unterschieden wird dabei zwischen den zivilrechtlichen Ansprüchen und einer strafrechtlichen Verfolgung. Da das Altenpflegepersonal durch den Dienstvertrag mit einer Einrichtung als Erfüllungsgehilfe agiert, haftet grundsätzlich zuerst die jeweilige Einrichtung für die Fehler des Personals (§§ 278 und 831 BGB). Bei einer leichten Fahrlässigkeit haftet die Gesundheitseinrichtung für den Schaden vollumfänglich. Handelt es sich aber beim Verschulden des Pflegepersonals um grobe Fahrlässigkeit und Verletzung der Sorgfaltspflicht, ist nach den Prinzipien des Innenregresses ein Rückgriff auf den verursachenden Mitarbeiter auch im Rahmen einer Teilschuld möglich.

Trotz einiger schwieriger Gegebenheiten entscheiden sich viele Menschen ganz bewusst für diesen Beruf. Unter guten Arbeitsbedingungen mit ausreichender Personaldecke ist der Beruf Altenpfleger oder Altenpflegerin sinnstiftend und abwechslungsreich. Ihr Job ist unglaublich wichtig und sinnvoll, da Sie Menschen helfen, die auf fremde Unterstützung angewiesen sind. Aus diesem Grund sind die Arbeitsbedingungen wie die Altenpflege Arbeitszeit, das Gehalt sowie die Wertschätzung der Arbeit von essentieller Wichtigkeit, damit mehr Menschen diesen wichtigen Beruf ergreifen wollen.

 

Moderne Arbeitszeitmodelle in der Altenpflege

Lange Zeit war das klassische Dreischichtensystem zentrales Arbeitszeitmodell in allen pflegerischen Berufen. In den letzten Jahren sind aber auch individuellere Arbeitszeitmodelle dank neuer Gesetzgebung, Veränderungen der Struktur der Pflegebedürftigen und zunehmende Möglichkeiten in der nichtstationären Pflege umgesetzt. Der Alltag vieler Pflegekräfte ist generell geprägt von Stress und Hektik. Die Dienstplanung eines Altenpflegers ändert sich ständig und das Einspringen für kranke Kollegen wird vom Arbeitgeber verlangt.

1. Klassisches Dreischichtensystem zumeist im stationären Pflegebereich
Zumeist arbeiten Pflegekräfte im Wechsel zwischen Früh- und Spätdienst oder alternativ ausschließlich im Nachtdienst. Im stationären Bereich sorgt zudem eine Teilzeitbeschäftigung von 20, 25 oder 30 Stunden für mehr Flexibilität.

2. Zweischichtsystem zumeist im ambulanten Pflegebereich

3. 7/7-Modell
Pflegekräfte arbeiten an 7 Tagen hintereinander jeweils 10 Stunden zuzüglich 2 Stunden Pause und haben danach 7 Tage frei. Der Tagdienst umfasst dabei die Zeitspanne von 7.00 bis 19.00 Uhr, die restliche Zeit übernimmt der Nachtdienst.

4. Individualisierte Arbeitszeitmodelle über eine Personalagentur
Garantie von verlässlichen Dienstplänen und dadurch bessere Work-Life-Balance und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem erhalten Pflegekräfte höhere Gehälter gegenüber der herkömmlichen Festanstellung.

Flexible Arbeitszeitmodelle garantieren bessere Work-Live-Balance

Wechselschichten, unflexible Arbeitszeiten und ein omnipräsenter Fachkräftemangel prägen derzeit den Arbeitsalltag in der Pflegebranche. Die Corona-Pandemie verschärft diese seit langem bestehenden Missstände noch mehr und es gesellt sich die Angst um die eigene Gesundheit hinzu. Es besteht die Gefahr, das seelische und körperliche Gleichgewicht zu verlieren, wenn zunehmend die Sorgen und Probleme mit nach Hause genommen werden. Darum ist es von großer Wichtigkeit, dass Sie ein Arbeitszeitmodell finden, das auf Ihre persönlichen und familiären Randbedingungen angepasst ist.

Vor allem über Personaldienstleister können Sie mit zahlreichen Benefits rechnen

MediCare hat sich auf die Überlassung von medizinischem Fachpersonal spezialisiert und hat aufgrund des größeren Personalstammes, die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter gezielt und flexibel einzusetzen. Möchten Sie zum Beispiel keine Wochenenddienste leisten, weil es Ihnen aus familiären Gründen nicht möglich ist, geben Sie dies in Ihrem Profil an. Zudem können Sie bestimmen, ob Sie in Vollzeit oder Teilzeit arbeiten möchten und welche Einrichtungen Sie bevorzugen. Die Benefits in der Übersicht:

  • Überdurchschnittliche Bezahlung und Vergütung geleisteter Überstunden
  • Positive Arbeitsumgebung mit hoher Wertschätzung
  • Schichteinschränkungen (z.B. keine Nachtschicht) und damit große Flexibilität bei der Arbeitszeit
  • Familienfreundliche Arbeitsmodelle – klar, geregelt, überschaubar unter Berücksichtigung individueller Wünsche
  • Möglichkeit der Beteiligung an Kinderbetreuungskosten

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