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Fachweiterbildung zur Anästhesiepflege und Intensivpflege – nicht nur in Zeiten von Covid-19 eine Chance, neue Kompetenzen zu erlangen

Die Pflege schwerstkranker Menschen stellt hohe Anforderungen an die Expertise und Belastbarkeit des Pflegepersonals. Dieses Spezialwissen eignen sich ausgebildete Pflegekräfte mit einer Weiterbildung zur Anästhesie und Intensivpflege an. Eine Befähigung, die gerade in Zeiten von Corona von zentraler gesellschaftlicher Bedeutung ist. Niemals zuvor wurden in Deutschland so viele Pflegefachkräfte benötigt, um die zu erwartende Zahl an Covid-19-Patienten zu versorgen. Die zweijährige berufsbegleitende Weiterbildung eröffnet aber nicht nur in Pandemiezeiten hervorragende berufliche Perspektiven. In Zukunft wird der Bedarf an Pflegefachkräften für Intensivpflege und Anästhesie sowohl im klinischen Umfeld als auch in der ambulanten Patientenversorgung stetig steigen.

Das Berufsbild des Fachkrankenpfleger(in) Intensivpflege und Anästhesie

Das Berufsbild des Fachkrankenpfleger(in) Intensivpflege und Anästhesie

Die Intensivpflege benötigt speziell ausgebildete Fachkräfte, die neben der grundpflegerischen Versorgung der Patienten weitere hochqualifizierte Aufgaben übernehmen. Hauptfokus im Job liegt auf der Überwachung der Vitalfunktionen der Patienten sowie die Bedienung aller Arten von Überwachungsgeräten wie beispielsweise Dialyse- oder Beatmungsapparaturen. Intensivpfleger(innen) führen die Behandlungspflege nach ärztlicher Anweisung aus, verabreichen Medikamente und assistieren bei kleineren medizinischen Eingriffen wie beispielsweise das Anlegen einer Magensonde oder der Bronchoskopie. Zu den Schlüsselqualifikationen des Jobs gehören problemorientiertes Denken und die Fähigkeit eigenes Wissen selbstständig anzuwenden. Veränderungen bei schwerkranken Patienten sollten vom Pfleger frühzeitig erkannt werden, um präventiv Maßnahmen für deren Stabilisierung einzuleiten. Weitere wichtige Aufgaben sind dabei die psychologische Betreuung von Patienten und Angehörigen sowie die Sterbebegleitung. 

Im Bereich der Anästhesie bestehen die Aufgaben vor allem darin, den Patienten vor und nach einer Narkose zu betreuen. Dazu zählen die Beantwortung von Frage im pflegerischen Kompetenzbereich, die Anlage und Überwachung eines Zugangs sowie Monitoring der Vitalfunktionen und Assistenz der Ärzte. Ein Fachkrankenpfleger oder eine Fachkrankenschwester der Anästhesie führt das Anästhesieprotokoll und übergibt die Patienten aus dem Aufwachraum an die Normalstation. 

Zugangsvoraussetzungen für die Fachweiterbildung in Anästhesie und Intensivpflege

Fachweiterbildungen im Bereich Anästhesie und Intensivpflege richten sich an examinierte Pflegefachkräfte mit staatlicher Anerkennung aus folgenden Bereichen:

  • Gesundheits- und Krankenpfleger(in)
  • Krankenschwester und Krankenpfleger 
  • Kinderkrankenschwester und Kinderkrankenpfleger

Als weitere Zugangsvoraussetzungen gelten eine ein- bis zweijährige Berufstätigkeit, davon 6 Monate in der Anästhesie oder Intensivpflege. Lediglich in Nordrhein-Westfalen kann die Weiterbildung in der Regel ohne Berufserfahrung aufgenommen werden. Nicht zuletzt sollten angehenden Fachpfleger und Fachkrankenschwestern neben fachlichen Voraussetzungen auch über gewisse persönliche Eigenschaften verfügen. In der Intensivpflege sind eine hohe Zuverlässigkeit und eine gründliche Arbeitsweise für die Pfleger/innen unverzichtbar. Nicht weniger wichtiger sind die empathischen Fähigkeiten eines Fachkrankenpflegers, um den Patienten mit dem nötigen Einfühlungsvermögen zu begegnen. 

Ausbildungsstätten für die Weiterbildungsmaßnahme

Die Weiterbildung zum Fachkrankenpfleger(in) Intensivmedizin und Anästhesie folgt länderspezifischen Regelungen und ist durch die jeweiligen Landespflegekammern reguliert. Die berufsbegleitende Weiterbildung erfolgt an staatlich anerkannten Akademien und Bildungseinrichtungen, die häufig großen Kliniken angeschlossen sind. Für die Bewerbung sind die Zulassungsvoraussetzungen nachzuweisen. Zudem benötigen Sie in den meisten Fällen einen Lebenslauf und ein Lichtbild. Über die Zulassung zur Weiterbildungsmaßnahme entscheidet die Leitung der zuständigen Weiterbildungsstätte. 

Ausbildungsstätten für die Weiterbildungsmaßnahme

Ablauf der Fachweiterbildung Anästhesie und Intensivpflege

Die Fachweiterbildung Anästhesie und Intensivpflege erfolgt berufsbegleitend zumeist über 2 Jahre. Dabei umfasst der theoretische Teil 12 Module mit etwa 780 Unterrichtsstunden als Präsenzunterricht und im Selbststudium. In der Regel erfolgt der Unterricht im Blocksystem. Die fachpraktische Weiterbildung umfasst mindestens 1.200 Stunden in folgenden Abteilungen:

  • 400 Stunden in der operativen Intensivpflege
  • 400 Stunden in der neurologischen oder internistischen Intensivpflege
  • 400 Stunden in der Anästhesie
  • Zusätzliche Wahlpraktika 

Abschluss der Weiterbildungsmaßnahme ist eine Facharbeit und die staatliche Prüfung, die aus einem mündlichen, schriftlichen und fachpraktischen Teil besteht. Das Zeugnis und die Urkunde erlauben die jeweilige Berufsbezeichnung Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie zu führen. 

Der theoretische Unterricht umfasst folgende Themenschwerpunkte: 

  • Beatmung, Atmung und Atmungsphysiologie
  • Trachealkanülenmanagement
  • Sekretmanagement
  • Entwöhnungsmanagement
  • Notfallmanagement
  • Allgemeine Krankheitslehre
  • Gerätekunde
  • Hygiene
  • Ernährung
  • Kommunikation
  • Recht 
  • Dokumentation

Das Gehalt in der Intensivpflege und Anästhesiepflege

Das Gehalt in der Intensivpflege und Anästhesiepflege

Der Job in der Intensivpflege ist wesentlich besser bezahlt als bei Pflegefachkräften ohne spezialisierte Weiterbildung. In der Regel ist das Anästhesiepflege Intensivpflege Gehalt in der Klinik besser als in der häuslichen Pflege. Wie hoch das Bruttogehalt tatsächlich ist, hängt von einigen Faktoren ab. Öffentliche Einrichtungen orientieren sich am Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), wo aktuell im Oktober 2020 das Anästhesiepflege Intensivpflege Gehalt erhöht und Einmalzahlungen wie dem Corona-Bonus beschlossen wurden. In privaten Einrichtungen weichen die Gehälter oftmals vom Tarifvertrag ab. Zudem spielt auch die Region und die Berufserfahrung eine große Rolle bei der Einstufung der Gehälter. In Leitungsfunktionen werden Sie generell besser bezahlt, tragen aber auch eine größere Verantwortung. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit gibt folgende Zahlen vor: Je nach Bundesland und Berufserfahrung variiert das Bruttogehalt zwischen 3.224 und 4.345 Euro im Monat. Das Bruttogehalt eines Fachkrankenpfleger(in) für Intensivpflege und Anästhesie liegt im Bundesdurchschnitt bei 3.851 Euro pro Monat

Karrieresprung durch Fachweiterbildung: Aus einer Vielzahl von Intensivpflege Stellenangeboten auswählen 

Intensivpflege ist gefragt – und das nicht nur in Zeiten von Corona. Absolventen dieser Weiterbildungsmaßnahme können selbstverständlich in ihrem bisherigen Umfeld weiterarbeiten. Meist ist aber das Ziel, das Tätigkeitsfeld zu erweitern und eventuell auch in einen anderen Job mit besserer Bezahlung oder Arbeitsbedingungen zu wechseln. Die Intensivpflege ist nicht zwangsläufig an das Umfeld einer stationären Intensivstation im Krankenhausbereich gebunden. Auch im häuslichen Bereich spielt die Intensivpflege vor allem bei schwer erkrankten und da vor allem bei der Heimbeatmung eine entscheidende Rolle. Absolventen der Weiterbildung Anästhesie und Intensivpflege können Stellenangebote aus folgenden Bereichen wählen, sich für eine Studium vorbereiten oder selbstständig machen:

  • Einsatzbereich Krankenhaus (Intensivmedizin und Anästhesie)
  • Intensivpflege im häuslichen Bereich
  • Palliativpflege (häuslich und stationär)
  • Existenzgründung eines eigenen Pflegedienstes
  • Vorbereitung eines medizinischen Studiums

Arbeitsplatz Covid-19-Station: Fachkrankenpfleger(in) Intensivpflege gesucht

Fachkrankenpfleger Intensivmedizin und Anästhesie ist nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Die Wichtigkeit dieser Berufsgruppe in der Bekämpfung der Pandemie ist immens. Die Betreuung und Versorgung von Covid-19-Patienten stellt sowohl für Kliniken als auch Ärzte, Gesundheits- und Pflegepersonal eine große Herausforderung dar. Noch ist es unklar, in welcher Form sich die weltweite Pandemie entwickelt und wann tatsächlich ein Impfstoff flächendeckend zur Verfügung steht. Bis dahin müssen Fachkrankenpfleger/ Fachkrankenschwestern Intensivpflege und Anästhesie flexibel auf sich ständig ändernde Arbeitsbedingungen reagieren. Für die Betreuung von Covid-19-Patienten bedarf es Personal, dass sich bestens mit unterschiedlichen Beatmungsformen auskennt. Gleichzeitig müssen die Pflegefachkräfte mit dem Umgang mit hochansteckenden Infektionskrankheiten vertraut sein. Die Betreuung von Covid-19-Personen ist auf der Intensivstation zeitintensiver und für manche Tätigkeiten muss eine weitere Fachkraft unterstützen. Auch das Ein- und Ausschleusen für den Infektionsschutz nimmt viel Zeit in Anspruch und das Personal muss sich genau an Sicherheitsvorgaben halten, um eine Ausbreitung des Virus auf andere Stationen zu verhindern. Vor allem die Beatmung der Patienten ist sehr betreuungsintensiv und muss engmaschig vom Gesundheits- und Pflegepersonal kontrolliert werden. 

Die Corona-Pandemie als Chance für Pflegepersonal in der Intensivmedizin

Die Corona-Pandemie als Chance für Pflegepersonal in der Intensivmedizin

Eine weltweite Pandemie wie Corona verlangt vom Pflegepersonal in allen Bereichen Höchstleistungen. Die Sicherheitsvorkehrungen bezüglich dem Infektionsschutz sind aufwendig und jeder Handgriff muss auch bei schwierigen Arbeitsbedingungen sitzen. Somit ist die psychische wie auch körperliche Belastung im Intensivpflegebereich sicherlich gestiegen. Im Gegenzug profitieren Fachpfleger(innen) für Anästhesie und Intensivmedizin von Vorteilen im Job im ambulanten und klinischen Bereich. Die Berufsaussichten sind hervorragend und durch den Fachkräftemangel locken Arbeitgeber mit Zulagen und Benefits.

Besonders durch den Einsatz bei einem Personaldienstleister kann man neben der überdurchschnittlichen Bezahlung, die in der Arbeitnehmerüberlassung üblich ist, auch von Schichteinschränkungen profitieren, die bei der Klinikanstellung oft nicht realisierbar sind. So hat man trotz der steigenden Arbeitsbelastung die Chance, seine persönliche Work-Life-Balance zu verbessern.

Mit einer abgeschlossenen Fachweiterbildung Anästhesie und Intensivmedizin stellen Sie sich für Ihre berufliche Zukunft ideal auf und zählen – vor allem im Einsatz zur Bekämpfung der weltweiten Pandemie – zu den absoluten Experten im Gesundheits- und Pflegebereich. Dies sind beste Voraussetzungen, sich auch für Leitungsfunktionen zu qualifizieren und Karriere im Pflegebereich zu machen.

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