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Keine Zukunft für den Honorararzt – Gibt es alternative Modelle für Fachärzte im Bereich Anästhesie?

Der Großteil der Fachärzte und Fachärztinnen für Anästhesie arbeitet in Festanstellung in einer Klinik. Jedoch bietet die Eingliederung in ein Schichtsystem wenig Spielraum für eine flexible Zeitgestaltung. Auch die Autonomie leidet unter vorgegebenen Strukturen und Arbeitsweisen. Einige Ärzte /Ärztinnen suchen daher den Sprung in die Selbstständigkeit, entweder mit der eigenen Praxis oder einer freiberuflichen Tätigkeit. Auch Personaldienstleister bieten attraktive Konditionen für Anästhesisten und Anästhesistinnen. Welche Vorteile und Verdienstmöglichkeiten mit den verschiedenen Optionen verbunden sind, zeigt der folgende Artikel.

Berufsbild Facharzt Anästhesie – Ausbildung und Aufgaben

Der Weg zum Facharzt Anästhesie (FA Anästhesie) führt über ein Medizinstudium. Nach dem Universitätsabschluss und der Erteilung der Approbation arbeiten junge Mediziner zunächst als Assistenzärzte oder Assistenzärztinnen in Praxen oder Kliniken. Diese Zeit kann auf die Facharztweiterbildung, die üblicherweise 60 Monate umfasst, angerechnet werden. Neben einer intensiven Ausbildung in allen Bereichen der Anästhesie können 12 bis 24 Monate der Weiterbildungszeit für andere Themengebiete genutzt werden. Verwandte Gebiete wären zum Beispiel für die Allgemeinmedizin, die Intensivmedizin oder die Chirurgie.

Die Ausbildung in Anästhesiologie beinhaltet neben der Medikamentenkunde und der praktischen Durchführung von Narkosen und Lokalanästhesien zudem die Kenntniserlangung zu relevanten Gesetzen und Verordnungen. Ein/e Facharzt/Fachärztin für Anästhesie muss die Patienten über die Risiken des betreffenden Anästhesieverfahrens, der geplanten Operation sowie der eingesetzten Narkosemittel aufklären und ein rechtskräftiges Einverständnis einholen. Zudem schätzen die Ärzte für Anästhesie in einer präanästhetischen Untersuchung mögliche gesundheitliche Risiken für den Patienten ab. Aufgrund dieser Einschätzung bereitet der/die Anästhesist/Anästhesistin die Narkose vor, wendet Narkosemittel an und hält Notfallmedikamente bereit.

Als FA für Anästhesiologie besteht die Möglichkeit, in Praxen sowie in Kliniken zu arbeiten und Vollnarkosen sowie Regionalanästhesien bei Patienten durchzuführen. Hierbei ist der/die Anästhesist/Anästhesistin für die Betreuung des Patienten während der Narkosevorbereitung, der Narkoseeinleitung und -aufrechterhaltung und der Nachsorge verantwortlich. Die Aufgabe ist gerade bei der Anwendung von Allgemeinanästhesien mit einer hohen Verantwortung verbunden, da Narkosemedikamente entsprechend der Risikoeinschätzung gewählt und möglicherweise über einen langen Zeitraum während einer Operation appliziert werden müssen. Anästhesisten/Anästhesistinnen kontrollieren zudem während jeder Narkose wichtige Vitalparameter wie die Körpertemperatur, die Herztätigkeit, den Blutdruck sowie die Atmung des Patienten.

Facharzt Anästhesie Stellenangebote – Wer sucht Fachärzte für Anästhesie?

Der Großteil der Anästhesisten/Anästhesistinnen arbeitet nach wie vor angestellt in Kliniken, um stationär die erforderlichen Anästhesien durchzuführen. Ambulant tätig ist nur etwa ein Fünftel aller berufstätigen Fachärzte/Fachärztinnen für Anästhesie. Davon arbeitet die Mehrheit niedergelassen in einer Praxis und widmet sich beispielsweise der Schmerztherapie oder unterstützt medizinische Zentren oder Praxen, wenn Lokal- oder Allgemeinanästhesien benötigt werden. Facharzt Anästhesie Stellenangebote sind aber auch über Personalrekrutierungsfirmen zu finden, zum Beispiel als Honorararzt Anästhesie.

Honorararzt Anästhesie – Vorteile und Aussichten

Für Fachärzte oder Fachärztinnen der Anästhesie bietet sich die Möglichkeit, als Honorarärzte/-ärztinnen zu arbeiten. Die Vorteile sind unter anderem die Flexibilität und die guten Verdienstchancen durch eine individuelle Preisgestaltung. Honorarärzte/-ärztinnen arbeiten kurzfristig zum Beispiel für Kliniken oder Praxen im In- und Ausland. Das Honorar wird als Stundenlohn festgesetzt und für jeden Einsatz mit dem Arbeitgeber ausgehandelt. Der höchste Anteil an Honorarärzten/-ärztinnen findet sich derzeit bei den Anästhesisten.

Nach dem BSG- Urteil 2019, das möglicher Scheinselbstständigkeit vorbeugen soll, ist die Arbeit als Honorararzt heute allerdings nicht mehr ohne Weiteres rechtskonform möglich. Die Honorararzttätigkeit gilt nicht immer als Freiberuflichkeit. In den meisten Fällen besteht die Sozialversicherungspflicht, sodass entsprechende Abgaben über einen Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil bestritten werden müssen.

Darüber hinaus unterliegen die Honorarärzte/-ärztinnen während der Einsatzzeit in Kliniken auch den Weisungen der jeweiligen Arbeitgeber und müssen die Strukturen und Abläufe der Klinik annehmen und unterstützen. Honorarärzte/-ärztinnen für Anästhesie benötigen in der Regel den Facharzttitel sowie mehrjährige Berufserfahrung, um vertretend in Kliniken arbeiten zu können. Nur so können Personalausfälle kurzfristig und ohne eine zeitaufwendige Einarbeitung kompensiert werden.

Facharzt Anästhesie Gehalt – Was verdienen Ärzte wo?

Anästhesisten und Anästhesistinnen können unterschiedliche Einkommen erwirtschaften, je nachdem bei welcher Institution der Medizin sie tätig sind, ob sie Berufsanfänger/innen oder erfahrene Ärzte/Ärztinnen sind oder ob sie selbstständig tätig sind. Zudem existieren große Unterschiede bei den Gehältern im In- und Ausland sowie national zwischen verschiedenen Bundesländern oder Städten. Auf die Bereiche:

  • Facharzt Anästhesie Gehalt
  • Honorararzt Gehalt

wird im Folgenden eingegangen. Als Arzt für Anästhesie in einer Klinik erfolgt die Bezahlung nach einem Tarifvertrag. Hier wird eine Unterteilung vorgenommen in Berufsanfänger/in bzw. Assistenzarzt/Assistenzärztin, Facharzt/-ärztin, Oberarzt/-ärztin und Chefarzt/-ärztin. Einstiegsgehälter liegen im Bereich zwischen 3.500 und 4.000 Euro pro Monat. Ein FA für Anästhesie verdient dagegen schon etwa 70.000 bis 90.000 Euro im Jahr. Für Chefärzte/-ärztinnen kann das Einkommen auf 160.000 Euro bis 200.000 Euro steigen.

Auch als niedergelassener FA für Anästhesie können die Verdienstmöglichkeiten im Bereich eines Chefarztgehalts liegen. Dies ist jedoch abhängig von der Lage der Praxis, dem Einzugsgebiet sowie den angebotenen Leistungen. Zudem sind die eigene Praxis und die Selbstständigkeit immer mit einem gewissen Risiko gebunden. Die regelmäßigen Ausgaben für den Praxisbetrieb müssen vom Arzt bedacht und einkalkuliert werden.

Das Honorararzt Gehalt ist ein Stundenlohn, der üblicherweise zwischen 50 und 100 Euro angesiedelt ist. Der Verdienst hängt von den Beschäftigungszeiten ab. Nicht immer ist eine lückenlose Beschäftigung über das gesamte Jahr gegeben, sodass mit der flexiblen und individuellen Preisgestaltung Lücken ausgeglichen werden können. Honorarärzte/-ärztinnen unterliegen einem häufigen Stellenwechsel, was den Vorteil einer abwechslungsreichen Tätigkeitsgestaltung bietet. Auf der anderen Seite sind die schwankenden Gehälter sowie die häufigen Wechsel des Wohnorts mit wenig Planungssicherheit verbunden.

Alternative zum Honorararzt Anästhesie

Wer nach mehr Selbstbestimmung sucht, seine Arbeitszeiten flexibel und individuell gestalten möchten, aber nicht das Risiko einer eigenen Praxis oder einer freiberuflichen Honorartätigkeit tragen möchte, für den kann die Arbeit über einen Personaldienstleister wie Medicare eine Alternative sein. Anders als bei einer Festanstellung in der Klinik, ist die Tätigkeit als Honorararzt durch die Arbeitnehmerüberlassung weiterhin rechtskonform und eine gute Möglichkeit von den damit verbundenen Vorteilen zu profitieren.

Die Benefits von Medicare Peronaldienstleistungen

Medicare bietet medizinischen Fachkräften flexible Arbeitsmodelle. Neben der Arbeitnehmerüberlassung in Vollzeit sind Teilzeitmodelle oder eine Honorararzttätigkeit wählbar. Dabei entscheiden Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen selbst, in welchen Institutionen – ob Klinik oder Praxis – sie tätig sein möchten. Ebenso können Präferenzen bezüglich der Schichten individuell festgelegt werden. Nacht- oder Wochenenddienste können von den Ärzten zum Beispiel vollständig ausgeschlossen werden, sodass mehr Zeit für die Familie oder die eigenen Interessen bleibt. Zudem sind die Verträge mit einer überdurchschnittlichen Bezahlung sowie mit einer vollen Ausbezahlung von Überstunden verbunden.

Fazit: Die Zukunft des Honorararztes – FA Anästhesie

In Deutschland arbeiten etwa 5000 Ärzte und Ärztinnen als Honorarärzte und die Tendenz war, vor dem BSG Urteil 2019, weiter steigend, da die Arbeit als Vertretungsarzt eine flexiblere Zeitgestaltung ermöglicht. Niedergelassene Fachärzte/Fachärztinnen dürfen jedoch nur einen Bruchteil ihrer Wochenstunden auf den Honorardienst verwenden. Für Freiberufler geht die Tätigkeit möglicherweise in ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis über, sobald sie Aufgaben in einer Klinik mit festen Strukturen und Schichtsystem übernehmen. Wer als Honorararzt/-ärztin für Anästhesie dagegen den Weg über einen Personaldienstleister sucht, wird auch in Zukunft über eine maximale Selbstbestimmung verfügen.

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