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Wie viel verdient ein Facharzt in Deutschland – wie kann ich die regionalen Unterschiede für mich nutzen?

Fachärzte dürfen sich generell über überdurchschnittlich hohe Gehälter freuen und in manchen Positionen gehören sie sogar zu den Spitzenverdienern. Trotzdem finden sich bei den Ärztegehältern zum Teil erheblich regionale Unterschiede. Vor allem in den Bundesländern Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und in Rheinland-Pfalz sind die Gehälter für Fachärzte höher angesiedelt als im Rest der Bundesrepublik. Wir geben Ihnen einen Überblick, wie Sie die regionalen Unterschiede ideal für Ihre Laufbahn nutzen können.  

Welche Fachrichtungen für Fachärzte gibt es?

Nach einem abgeschlossenen Studium der Medizin und gültiger Approbation können sich Mediziner auf eine Weiterbildung als Facharzt bewerben. Der Facharzttitel ist seit den neunziger Jahren Voraussetzung für eine Zulassung bei den gesetzlichen Krankenkassen als Vertragsarzt. Zusätzlich benötigen Sie eine Facharztausbildung, wenn Sie eine spätere Tätigkeit als Ober- oder Chefarzt anstreben. Die Facharztausbildung dauert je nach Fachrichtung zwischen 5 und 6 Jahre, in der ein Arzt verschiedene Stationen durchläuft.  

Fachärzte gibt es in folgenden Fachrichtungen:  

  • Allgemeinmedizin (Hausarzt)
  • Anästhesiologie
  • Anatomie
  • Arbeitsmedizin
  • Augenheilkunde
  • Biochemie
  • Chirurgie mit den Unterbereichen allgemeine Chirurgie, Gefäßchirurgie, Handchirurgie, Herzchirurgie, Kinderchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Plastische und ästhetische Chirurgie, Thoraxchirurgie, Viszeralchirurgie
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Gynäkologie)
  • Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
  • Haut- und Geschlechtskrankheiten
  • Humangenetik
  • Hygiene und Umweltmedizin
  • Innere Medizin mit den unterschiedlichen Schwerpunkten Angiologie, Endokrinologie und Diabetologie, Gastroenterologie, Hämatologie und Onkologie, Kardiologie, Nephrologie, Pneumologie, Rheumatologie
  • Kinder- und Jugendmedizin
  • Kinder- und Jungendpsychiatrie und -psychotherapie
  • Laboratoriumsmedizin
  • Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
  • Mund-Kiefer-Geschichts-Chirurgie
  • Neurologie
  • Nuklearmedizin
  • Öffentliches Gesundheitswesen
  • Pathologie
  • Pharmakologie
  • Physikalische und Rehabilitative Medizin
  • Physiologie
  • Psychiatrie und Psychotherapie
  • Psychosomatische Medizin
  • Radiologie
  • Rechtsmedizin
  • Strahlentherapie
  • Transfusionsmedizin
  • Urologie  

Wo arbeiten Fachärzte?

Fachärzte arbeiten sowohl selbstständig mit eigener Praxis, im Angestelltenverhältnis oder über eine Arbeitgeberüberlassung als Honorararzt.

Mögliche Einsatzorte sind:  

  • Krankenhäuser
  • Medizinische Versorgungszentren
  • Niedergelassene Arztpraxen
  • Forschung
  • Pharmazeutische Industrie
  • Beratungsunternehmen
  • Management von Gesundheitseinrichtungen
  • Medizinischem Dienst einer Krankenversicherung • Auslandseinsätze über Organisationen  

Wie viel verdienen Fachärzte?

Das Gehalt Facharzt ist abhängig von Fachrichtung, Anstellungsverhältnis, Berufserfahrung und Region. Die wichtigsten Tarifverträge sind der TV-Ärzte VKA für kommunale Krankenhäuser und der TV-Ärzte TdL für Unikliniken. Fachärzte an Unikliniken werden nach gültigem Tarifvertrag etwas höher bezahlt.  

TV-Ärzte Unikliniken:  

Ä1 Assistenzarzt von 4.747.01 Euro im ersten Jahr bis 6.093,48 Euro im 6. Jahr

Ä2 Facharzt von 6.65,29 Euro im ersten Jahr bis 7.847,64 Euro im 6. Jahr

Ä3 Oberarzt von 7.847,64 Euro im ersten Jahr bis 8.968,72 Euro im 7. Jahr

Ä4 Leitender Oberarzt ab 9.231,40 Euro im ersten Jahr bis 10.416,52 Euro im 7. Jahr  

TV-Ärzte Kommunale Krankenhäuser:  

I Assistenzarzt bei Einstellung 4.602,70 Euro bis 5.916,45 Euro im 5. Jahr

II Facharzt bei Einstellung 6.074,82 Euro bis 7.801,61 Euro im 12. Jahr

III Oberarzt bei Einstellung 7.609,09 Euro bis 8.696,11 Euro im 6. Jahr

IV Leitender Oberarzt bei Einstellung 8.950,73 Euro bis 9.590,58 Euro im 3. Jahr  

Da in diesem Artikel nicht auf jede Fachrichtung einzeln eingegangen werden kann, werden als Beispiel die Fachrichtungen Psychiatrie, Radiologie und Chirurgie herangezogen:

Facharzt Psychiatrie Gehalt:  

Ein Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie behandelt und diagnostiziert psychische Erkrankungen und Störungen. Als angestellter Arzt in einer öffentlichen Klinik orientiert sich das Gehalt an die geltenden Tarifverträge. Die wichtigsten Tarifverträge sind der TV-Ärzte VKA für kommunale Krankenhäuser und der TV-Ärzte TdL für Unikliniken. Für Krankenhäuser in privater Trägerschaft werden zumeist außertarifliche Verträge geschlossen oder auf Basis hausinterner Tarifverträge das Gehalt vereinbart. Abhängig vom jeweiligen Bundesland liegt das Facharzt Psychiatrie Gehalt zwischen 57.000 Euro und 71.000 Euro im Jahr.  

Facharzt Radiologie Gehalt:

Radiologen sind Spezialisten für alle bildgebenden Verfahren. Diese Fachärzte stellen mit den Untersuchungsmethoden wie Computertomographie, Kernspintomographie oder Magnet-Resonanz-Tomographie die Diagnose und leiten die Behandlung des Patienten ein. Das Gehalt eines angestellten Facharztes für Radiologie an einem öffentlichen Krankenhaus unterscheidet sich kaum vom Bruttogehalt anderer Fachrichtungen. Die Eingruppierung erfolgt über den Tarifvertrag TV Ärzte gemäß der jeweiligen Position und Berufserfahrung. Als Facharzt für Radiologe besteht aber die Möglichkeit der außertariflichen Vertragsgestaltung. Ein Assistenzarzt in der Radiologie verdient im Bundesdurchschnitt mindestens 54.000 Euro. Das Radiologe Gehalt eines Oberarztes liegt bei etwa 122.000 Euro, beim Chefarzt sogar bis zu 278.000 Euro. Bei Anstellung in einer Fachpraxis oder einem medizinischem Versorgungszentrum beträgt das jährliche Bruttoeinkommen im Durchschnitt 76.000 Euro.  

Facharzt Chirurgie Gehalt:  

Fachärzte für Chirurgie befassen sich mit der Prävention, Diagnose, Therapie und Rehabilitation von chirurgischen Erkrankungen, Fehlbildungen und Verletzungen. Der Facharzt für Chirurgie trägt eine enorm hohe Verantwortung für seine Patienten, was sich auch in seinem Gehalt widerspiegelt. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt bei einem Chirurgen zwischen 4.400 Euro und 8.000 Euro brutto im Monat. Die beste Bezahlung erhalten Chirurgen in der Regel an Uni- und Privatkliniken. Mit zunehmender Berufserfahrung und Verantwortung klettert das monatliche Gehalt eines Chirurgen bis auf 12.500 Euro.  

Welche regionalen Unterschiede gibt es beim Gehalt Facharzt?  

Keine Frage – Fachärzte haben in der Regel ein sehr gutes Gehalt. Allerdings sind zum Teil erhebliche regionale Unterschiede im Gehaltsgefüge festzustellen. Im Bundesdurchschnitt verdienen Ärzte im Durchschnitt 6.259 Euro brutto im Monat. Im Vergleich der Bundesländer ergibt sich aber ein deutliches Gefälle. Ärztegehälter sind in den Bundesländern Bayer, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland bis zu im Jahr 2019 bis zu 39 % höher als in den restlichen Bundesländern. Besonders gering im bundesweiten Vergleich sind die Arztgehälter hingegen in Sachsen. Für einen Auslandseinsatz sind aus gehaltstechnischer Sicht vor allem Norwegen, USA, Australien und die Schweiz interessant.  

Als Facharzt im Auslandseinsatz  

Durch die Anerkennung der Facharztabschlüsse innerhalb der Europäische Union gibt es für Sie hervorragende internationale Arbeitsperspektiven. Häufig lockt das Ausland mit festen Arbeitszeiten und flachen Hierarchien bei gleichzeitig guter Entlohnung. Aber auch humanitäre Organisationen suchen immer wieder Mitarbeiter, die bereit sind in akuten Kriegs- und Krisengebieten zu arbeiten. Hierbei sind besonders die klinischen Fertigkeiten der Ärzte gefragt und die Fähigkeit unter hohen Belastungen zu arbeiten.  

Mit Facharztausbildung als Honorararzt arbeiten: Diese Benefits erwarten Sie:

Wer seine Tätigkeit als Facharzt möglichst frei und flexibel planen möchte, findet als Honorararzt perfekte Arbeitsbedingungen. Nach dem BSG- Urteil 2019, das möglicher Scheinselbstständigkeit vorbeugen soll, ist die Arbeit als Honorararzt heute allerdings nicht mehr ohne Weiteres rechtskonform möglich. Die Honorararzttätigkeit gilt nicht immer als Freiberuflichkeit. In den meisten Fällen besteht die Sozialversicherungspflicht, sodass entsprechende Abgaben über einen Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil bestritten werden müssen.

Über den Einsatz bei einer Personaldienstleistung können Sie aber weiterhin rechtskonform und selbstständig als Honorararzt arbeiten und die damit verbundenen Vorteile nutzen. Zeit, Ort und Arbeitseinsätze wählen Sie nach Ihren persönlichen Präferenzen. Ganz gleich, ob Sie sich für eine Klinik oder eine Arztpraxis als Vertretungsarzt entscheiden: Es erwartet Sie eine wertschätzende Arbeitsumgebung mit hervorragender Work-Life-Balance. Nutzen Sie zudem die Möglichkeit, auf belastende Nachtschichten zu verzichten.  

Nutzen Sie die regionalen Unterschiede für Ihre Karriere!  

Mit einer Tätigkeit als Facharzt über eine Personalvermittlung können Sie die regionalen Vorteile im Gehaltsgefüge perfekt nutzen. Wählen Sie als Facharzt Ihre Wunschstelle aus und profitieren Sie von hervorragenden Arbeitsbedingen, einem überdurchschnittlichen Gehalt und Flexibilität. Sie bestimmen selbst die Zeit Ihres Arbeitseinsatzes und können sich danach auf wieder auf neue Herausforderungen in anderen Bundesländern freuen.

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